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Akkordumkehrungen: So bringst du deine Akkordfolgen zum Singen

Lerne, wie du Akkordumkehrungen einsetzt, um Akkordfolgen flüssiger und interessanter zu gestalten.

Schau zu, wie Joe Hanley, der Erfinder von Syntorial und Building Blocks, dir Schritt für Schritt zeigt, wie du umgekehrte Akkordvoicings nutzt, um eine Oberstimme zu schaffen, die wirklich singt.

Probiere die Vollversion dieser Lektion, die eine interaktive Gehörbildungs-Challenge in unserem Online-DAW enthält, als Teil von Building Blocks. Building Blocks ist ein Online-Kurs für Musikproduktion und Komposition, der dir beibringt, wie du Musik in einem DAW schreibst.

VIDEO-TRANSKRIPT

In diesem Auszug aus Building Blocks 2 zeige ich dir, wie du Akkordumkehrungen einsetzt, um deine Akkordfolgen flüssiger und interessanter zu machen. Legen wir direkt los.

Akkordumkehrungen. Was ist das? Akkordumkehrungen ermöglichen es dir, dein Akkordvoicing auf die nächste Stufe zu heben. Und falls du dich an Building Blocks 1 erinnerst: Voicing bezeichnet die Art, wie du die Töne in deinem Akkord anordnest.

Bisher hatten wir nur zwei Möglichkeiten: mit der Quinte und ohne die Quinte. Akkordumkehrungen sprengen das komplett auf und geben uns so viele Optionen, wie wir unsere Akkorde voicen können. Hier liegt die wahre Kunstfertigkeit von Akkordfolgen.

Schauen wir uns also diese Akkordfolge an. Alle Akkorde sind in Grundstellung. Eins-Akkord, Vier-Akkord, Sechs-Akkord, Fünf-Akkord – alle in Grundstellung. Das ist einfach die Position, die wir bisher verwendet haben. Der Grundton liegt unten, dann die Terz, dann die Quinte.

Das klingt zwar okay und manche Songs machen das auch so. Aber es gibt etwas, das mir daran nicht gefällt. Wenn du nämlich einen Grundtonwechsel hast, der ein ziemlicher Sprung ist – wie von Eins zu Vier –, entsteht so ein hüpfender, holpriger Klang, weil die Akkorde einfach ♪ ♪ zwischen einander hin- und herspringen. Selbst dieser Sprung von Vier zu Sechs ist ziemlich holprig.

Das Einzige, was wirklich schön und irgendwie geschmeidig klingt, ist der Wechsel von Sechs zu Fünf, weil die so nah beieinander liegen. Und dieser holprige Klang kann schnell ein bisschen amateurhaft wirken. Und hier kommen Umkehrungen ins Spiel.

Ich nehme diesen Akkord hier, den Vier-Akkord, und kehre ihn nach unten um, indem ich den obersten Ton, die Eins, nehme und ihn eine Oktave nach unten verschiebe – zu dieser Eins hier unten. Was bekommen wir jetzt? Genau. Vergleich: Hüpfend. Geschmeidig. Denn Akkorden ist es eigentlich egal, wo du ihre Töne platzierst.

Das ist ein Vier-Dur-Akkord. Das heißt, er besteht aus Vier, Sechs und Eins. Du kannst Vier, Sechs und Eins auf jede beliebige Art spielen. Du könntest sie überall verteilen, irgendwo hinsetzen oder – wie in unserem Fall – umkehren. Und du bekommst trotzdem diesen Vier-Dur-Akkord-Klang.

Setzen wir das zurück und kehren auch den Sechs-Akkord um. Unser oberster Ton ist die Drei. Also verschieben wir sie eine Oktave nach unten zu dieser tieferen Drei. Und beachte, wie ich den Begriff Oktave verwende. Eine Oktave ist der Abstand zwischen zwei gleichen Zahlen.

Wie wir bereits wissen, ist Eins zu Eins eine Oktave, aber genauso Drei zu Drei. Der Abstand zwischen Zwei und Zwei, Sieben und Sieben. Wenn es dieselbe Zahl ist, liegen immer 11 Töne dazwischen, und es ist somit immer ein Oktavintervall.

Ich liebe das, weil wir so eine Art aufsteigende Bewegung geschaffen haben. Klingt richtig schön. Jetzt haben wir nicht nur einen geschmeidigeren Übergang zwischen den Akkorden, weil ihre Töne näher beieinander liegen, sondern wir haben auch diese interessante Oberstimme geschaffen. Hier liegt die Kunstfertigkeit.

Schauen wir uns noch ein paar weitere Beispiele an. Ich kehre unseren Fünf-Akkord nach unten um. Also diese Zwei geht runter zur Zwei. Kehren wir diesen Akkord nochmal um – die Eins nach unten, die Eins. Okay. Hier gibt's unendlich viele Möglichkeiten.

Persönlich gefällt mir dieser Aufstieg. Da würde ich hingehen. Der Punkt ist: Du hast die Wahl. Wenn du also eine Akkordfolge schreibst und entscheidest, welche Akkorde du verwendest – in diesem Fall Eins, Vier, Sechs, Fünf –, ist das erst die halbe Miete. Die wahre Kunstform liegt darin, wie du diese Akkorde voicst. Wie wirst du diese Akkorde spielen?

Wir können auch nach oben umkehren. Schau dir zum Beispiel diesen Eins-Dur-Akkord an. Ich nehme die Eins und setze sie hier nach oben. Und um dann alle Töne nah beieinander zu halten, setze ich unseren Vier-Akkord zurück in die Grundstellung. Schauen wir uns das jetzt an. Unser oberster Ton ist Eins, Eins, Eins, Eins, Eins – durchgehend bis zum letzten Akkord. Ich hatte gar nicht gemerkt, dass diese drei Akkorde alle die Eins gemeinsam haben. Bis wir das gemacht haben.

Jetzt bewegen wir uns mühelos durch diese Akkorde. Kein Gehüpfe, keine Holprigkeit mehr. Vergleichen wir mal. Schön. Wie ich am Anfang erwähnt habe, ist das ein Auszug aus Building Blocks, unserem Online-Kurs für Musikproduktion und Komposition.

Und wenn dir dieses Video gefällt, gibt's jede Menge mehr in Building Blocks. Und die Lektionen enthalten auch interaktive Challenges, bei denen du Drum-Patterns, Basslines, Akkordfolgen und Melodien nachbaust und eigene in diesem Online-DAW schreibst, den du hier siehst.

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